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Sturmgewehre
Das Arsenal an Schnellfeuergewehren umfasst mit dem Release der Version 1.6
nun sechs statt bisher vier Waffen. Neu hinzugekommen sind die IMI Galil und GIAT Famas.
Die Mannscheiben neben dem Waffenabbild führen zu einem
Accuracy-Test der jeweiligen Waffe.
Die Galil und AK-47 kommen ohne weitere Features daher. Die M4A1 lässt sich
wahlweise mit oder ohne Schalldämpfer betreiben, während die SG552 und die Aug ein
einstufiges Zielfernrohr ihr eigen nennen. Die Famas bietet eine Burst-Option, die je
Mausklick drei Projektile verschießt.
Basisschaden | Version 1.6
Die Waffen wurden nach ihrem erreichbaren Schaden sortiert. Um den Praxisbezug
nicht zu verlieren, wurde auf eine Normierung der Werte verzichtet, stattdessen
werden zur Darstellung die Schadenspunkte bei einem aufgesetzten Headshot verwendet.
Die Schäden in den Trefferzonen Brust, Magen und Bein weisen bei jeder Waffe die gleichen Relationen auf. Die genauen Zahlenwerte können mit dem Damage Calculator III ermittelt werden.
Die AK-47 führt die Liste zwar erwartungsgemäß an, die der AK so oft
zugesprochene Schadensdominanz fällt mit 12 HP (ca. 10%) allerdings
ziemlich dünn aus. Von einer 'Überwaffe' kann man also schwerlich sprechen.
Der Erwerb ist mit 2500$ zwar günstig, das starke Screenshaking ist aber nicht jedermanns Sache. Die Colt fällt mit Schalldämpfer schadensintensiver aus als ohne. Hier scheint sich (seit den Betas) einiges getan zu haben. Warum dies in CS so simuliert wird, ist unklar. Besonders verwirrend ist nun der Umstand, dass die Schadensfanatiker die USP ohne und die M4A1 mit Schalldämpfer betreiben sollten. Also dann, frohes Schrauben, bzw. Stecken... Auch wenn es verwundern mag, dass die AK oben und die ungedämpfte M4A1 unten in der Liste der althergebrachten Modelle steht, sollte nicht übersehen werden, dass die Sturmgewehre allesamt sehr dicht geschart sind, was die Schadenswirkung betrifft. Die beiden neuen Waffen Galil und Famas schließen die Tabellen im unteren Bereich ab. Ihr etwas geringerer Schaden geht mit dem vergleichsweise günstigen Erwerbskosten einher. Kevlarschutz | Version 1.6
Der Schutz durch Kevlar bewirkt, dass sich der erlittene Schaden
in einem waffenabhängigen Verhältnis auf die Health- und Armor-Points
aufteilt. Anschließend wird der Anteil, der dem Armor zufallen würde
mit einem sogenannten Wear-Factor (max. 50%) multipliziert. Er sorgt
dafür, dass nur ein Teil des dem Armor anheim fallenden Schadens auch
wirklich zu einem Punktabzug führt.
Ob mit oder ohne Kevlarschutz, die Sortierung in der Tabelle bleibt die Gleiche, lediglich
die Galil schiebt sich um zwei Plätze nach oben. Die Schadensabsorbtion beträgt bei
den Sturmgewehren 30%. Die AK47 und Galil setzt sich hierbei sogar noch ein bisschen ab:
Der Beschossene wird mit 77% des Schadens zur Kasse gebeten.
Die Frage, die sich bei einem so geringen Absorbtionsvermögen unweigerlich stellt, ist: Macht es Sinn, dass man seine letzten Dollars in einen Kevlarschutz investiert, wenn einem die kevlarignorierden Projektile nur so um die Ohren fliegen? Um eine Antwort zu finden, bietet es sich an mit dem DCII ein paar Entfernungsberechnungen vorzunehmen. Praktiziert man dies bspw. für eine Entfernung von 20 Metern erhält man folgende Daten...
...die man auch umschreiben kann, so dass sich die notwendigen Treffer bis zum Frag ablesen lassen:
Die Tabelle macht deutlich, dass der Kevlarschutz die Lebenserwartung um maximal einen Treffer verlängern wird. Im Fall eines AK-Headshots kostet der Helm nur Geld, Schutz bietet er nicht. Angesichts der unterschiedlichen Werte für die M4A1 und die AK47 könnte man für jedes Team folgendes formulieren: Counter-Terrorist: Geht die CT-Kriegskasse im Match zur Neige und blickt man permanent in AWP- und AK47-Mündungen, wäre ein Verzicht auf den Kevlarschutz durchaus überlegenswert. Insbesondere wenn dadurch der Erwerb einer M4A1 in der nächsten Runde gesichert wird. Zumindest ist der Verzicht auf den Helm reuelos möglich, da der erste Headshot auch gleichzeitig der letzte ist. Terrorist: Auch wenn die Bombspots mit AWP- und M4A1-Schützen bestückt sind, ist das Überstreifen des Kevlarequipments eine Überlegung wert. Insbesondere das Vermögen des Helms wenigstens einen M4A1-Treffer absorbieren zu können, kann sich rundenentscheidend auswirken. Denn auch wenn man nach dem Treffer nur noch 17 HP sein eigen nennt - man lebt und kann dem Team, den Rückzug auf eine defensivere Position vorausgesetzt, noch wertvolle Dienste erweisen. Fazit: Den CTs dürfte der Verzicht auf den Rüstungsschutz leichter fallen als den Ts, zumindest was den Kevlarhelm betrifft. Auf jeden Fall empfiehlt es sich auch einmal darauf zu achten, ob die CTs herumliegende AKs aufsammeln. Sollte dem so sein, kann man auch als Terrorist eine Helmsparrunde in Erwägung ziehen. Distanz | Version 1.6
Der Projektilschaden nimmt mit zunehmender Entfernung ab. Je weiter der Gegner
entfernt steht, desto weniger Schaden nimmt er.
Der Schaden eines Headshots (ohne Kevlar) aufgetragen über der Entfernung.
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Die Kennlinien der M4A1 mit und ohne Schalldämpfer weisen einen Schnittpunkt auf.
Bis zur 15-Meter-Distanz ist die gedämpfte Colt schussstärker, ab 23 Meter übernimmt
die ungedämpfte Colt die Führung. Bei den in etlichen Foren anzutreffenden Diskussionen,
in welcher Ausführung die Colt nun 'besser' sei, haben somit beide Parteien recht - je nachdem
über welche Entfernung geschossen wird.
Die Galil und Famas besitzen beide den gleichen Nominalschaden, spreizen sich im Entfernungsverhalten jedoch erheblich auf. Während die Leistungsverluste der Famas dem üblichen Niveau entsprechen, beeindruckt die Galil mit sehr 'energiestabilen' Projektilen: Bereits bei 32 Metern schließt die Galil zur schallgedämpften Colt auf. Noch deutlicher wird die Leistungsstärke der Galil beim Kevlereinsatz. Hier ist sie der Colt (Schalldämpfer hin oder her) bereits nach wenigen Metern überlegen. Ein Wermutstropfen für die Käufer von Galil oder Famas ist deren Zielgenauigkeit (Galil, Famas). Beide Waffen bieten hier nur die maschinenpistolen-typische Genauigkeit. Die anderen vier Sturmgewehre platzieren ihre Projektile akkurater in Fadenkreuz. Der fast lineare Funktionsverlauf weicht qualitativ sehr deutlich von den degressiv fallenden Kennlinien der Maschinenpistolen und Pistolen ab. Der damit einhergehende Unterschied in der Schadenabnahme ist erheblich und darf bei Sparrunden nicht vernachlässigt werden:
Der Versuch mit einer Glock18 in einer Sparrunde über weite Entfernungen einen Colt-Schützen erlegen zu wollen, ist bei derartigen Leistungseinbußen ein sinnfreies Unterfangen. Die ohnehin unterlegene Glock18 erreicht über 20 Meter nur noch 2/3 ihres Nominalschadens, während der CT mit seiner Colt fast genauso viel Schaden erzielt, als wenn er dem Terror die Mündung auf den Leib drücken würde. Da hilft auch ein Rushen im Pulk nur wenig. Fazit: Wer erfolgreich sparen will, muss ran den Gegner. Je näher man an sein Opfer heranschleichen kann, desto höher ist die Chance auf Erfolg. Umgedreht gilt: Wenn man nicht 'totgespart' werden möchte, muss man Abstand schaffen. Man sollte sich mit seiner Colt bzw. AK-47 auf Positionen zurückziehen, die viel Luft bieten. So ist bspw. der Steg in de_dust2 ein beliebtes Rush-Objekt der Terrors, da man recht nahe an den CT herankommt. Dieser wäre besser beraten, wenn er in einer Sparrunde der Terrors entweder offensiv geht, um Distance zu schaffen oder sich defensiv auf hintergelagerten A-Spot zurückzieht. |
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